Geheimtipp Weißsee Gletscherwelt

Drei Mal "Wow" und Schnee dazu

Wir sind die Ersten, die Schnellsten und die Entschlossensten. Als wir um Punkt 9 Uhr morgens in die Kabinenseilbahn springen, ist noch immer kaum ein Mensch in Enzigerboden unterwegs. Alles, was uns von diesem Ort weg bringt, ist uns nun recht. Wir zahlen knapp 20 Euro pro Person und heben ab. Nächster Halt: die so genannte Rudolfshütte in 2315 Meter Höhe.


Schon von der Seilbahn aus erkennen wir, dass wir uns nun auf den Spuren einer ganz besonderen Landschaft befinden. Die Berge - allesamt 3000er - wirken sanfter als andernorts, die Luft schmeckt klarer, die Wiesen sehen saftiger aus und auf den kleinen Wanderpfaden unter unserer Kabinenseilbahn ist noch kein einziger Mensch unterwegs. Wow! Und das ist erst der Anfang...


Oben - an der Rudolfshütte angekommen - erwartet uns ein Anblick wie wir ihn selten erlebt haben auf unseren bisherigen Reisen. Wir sehen eine Naturschönheit, die uns fast sprachlos macht. Wie der türkisblaue Weißsee da liegt, umrahmt von mächtigen Bergen und leuchtenden Blumen... Das ist einfach... Wow! 

Den ganzen Tag verbringen wir damit, diese unwirklich schöne Bergwelt zu erkunden. Es gibt Wanderwege, die direkt an das Gletschereis der 3000er-Gipfel heran führen. Es gibt Wanderwege, die um den Weißsee herum führen. Und es gibt Wanderwege, die noch weiter in die atemberaubende hochalpine Bergwelt hinein führen. Wir gehen sie alle. Nicht komplett. Doch von jedem ein Stück. Und überall entdecken wir faszinierende Fels- und Gletscherformationen und Blumen. 


Ein bisschen kommen wir uns vor wie bei Alice im Wunderland. So unwirklich schön ist diese Landschaft. Nur die Tatsache, dass ab und zu ein anderer Wanderer unseren Weg kreuzt, holt uns wieder in die Realität zurück.


Im Winter ist die Weißsee Gletscherwelt eines der beliebtesten Skigebiete im Salzburger Land, erzählt uns einer. Doch im Sommer ist hier kaum etwas los. Was haben wir nur für ein unfassbares Glück. Zum dritten Mal: Wow!



Nur die Tierwelt ist hier etwas rar vertreten. Eigentlich müsste es hier auch Murmeltiere geben. Zumindest haben wir von der Seilbahn aus eines gesehen. Doch nun, da wir auf den Wanderwegen unterwegs sind, haben wir kein Glück mehr mit den pelzigen Genossen. Sie sind einfach verschwunden. Doch wir wären keine echten Naturfotografen, würden wir dies nicht als Herausforderung verstehen. Wir werfen uns ein paar Blicke zu und so ist auch ohne große Worte beschlossene Sache: wir wollen Murmeltiere fotografieren! Wenn nicht heute, dann eben morgen. Und vorher fahren wir nicht heim. Abgemacht!

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